Sommertag
Ein Sommertag
© by Heiko Range ~ schreibstueble.de
Es entschwindet leise und sacht,
der lange graue Schatten der Nacht.
Die Blüten der Blumen sie sind noch fest zu,
die Jäger der Nacht gehen langsam zur Ruh.
Die funkelnden Sterne löschen aus ihr Licht
der Mond versteckt sein Angesicht.
Bald erstrahlt der Sonnenschein,
ein neuer Tag bricht nun herein.
Des Tages erster Sonnenstrahl,
im morgendlichen Dunst,
ein Farbenschimmer in Spektral,
macht jenen Augenblick zur Kunst.
Auf jedem winzigkleinen Pflanzenblättchen,
sitzen kleine Tau-Tropf-Kettchen,
glitzern mit perligem Schimmer,
Synchron dazu im bunten Geflimmer.
In Mitten dieser Paradiesisch Pracht
Flora und Fauna nun langsam erwacht,
Die Blütenknospen öffnen sich sacht,
und locken die Bienen mit frischer Pollenfracht.
Ein munterer Rinnsal plätschert leise ins Tal,
über Stöckchen und Steinen in unendlicher Zahl.
Drauf schwimmt schnatternd ein Wildentenpaar,
und bring das Schwimmen bei ihrer Kinderschar.
Die Sonne sie schiebt sich bald zum Zenit,
erwärmt dabei die Mutter Erde mit.
Löst auf den Dunst – zieht ihn Empor,
Wolken kommen nun hervor.
So klein so zart und ganz manierlich,
noch sind die Wolken richtig zierlich.
Und wie sie so ziehen am Firmament,
so strahlend und weiß in jenen Moment..
Doch die Sommersonne will noch mehr,
schickt erbarmungslose Hitze daher,
und lässt die Atmosphäre brodeln,
tut die Wölkchen rasch ummodeln.
Die Wolken die Eben noch so von der Erden
aussahen wie Himmelsschäfchen Herden,
wandeln sich rasch zu riesigen wilden,
Blumenkohlförmigen Wolkengebilden.
Und kommen nun ganz grau und schwer,
richtig bedrohlich am Himmel daher.
Die Sonne bereits hinter den Wolken verschwindet,
dies jedoch keinerlei Abkühlung findet.
Die Luft wird zunehmend drückend und schwer,
und wärmer wird es immer mehr.
Aus der Ferne heran tut auch schon rollen,
erstes, leises Donner grollen.
Blitze zucken jetzt ganz schnell,
machen kurz den Himmel hell,
und aus der Wolkenwand oh graus,
fällt Regen und auch Hagel raus.
Prasselt ein auf Feld und Flur,
als wollt es strafen die Natur.
Sturm durchstreift mit gnadenlos Gier,
das Land, Feld und auch Waldrevier.
Es tost und braust das Gewitter, als wär’ es das Ende,
doch plötzlich kommt auf einmal die Wende.
Die Wolke reißt auf und sie durchbricht,
der Sonnenstrahl mit hellem Licht.
Und zeigt darauf ganz zaghaft sacht.
des Regenbogen – Farbenpracht.
Die Wolken zerfallen immer mehr,
Es zeigt die Sonne sich wieder her.
Die Natur wirkt wieder klar und rein,
im Abendlichen Sonnenschein.
Der saubere Duft wird noch vernommen,
das Abendrot ist schon gekommen.
Die Blütenblätter gehen schon zu,
das Erdenleben kommt zur Ruh,
der Sommertag, er ist vollbracht,
es bricht herein das dunkel der Nacht.
